Muttergefühle. Gesamtausgabe - Rike Drust

Das erste Buch, das ich nach der Geburt meines Sohnes gelesen habe, war "Muttergefühle. Gesamtausgabe" von Rike Drust.

Genau für diesen Moment ist es die optimale Lektüre. Wobei ich versucht bin es demnächst noch einmal zu lesen - so ich es zurück bekomme von wem auch immer ich es geliehen habe...

Für jede ist Mutter werden und sein anders. Und ohne einen Anspruch auf die einzig wahre Wahrheit, den richtigen Weg oder das klügste, schönste, beste Kind zu erheben erzählt Rike Drust wie es für sie war, die ersten drei Jahre (plus Schwangerschaft) mit ihrem Sohn zu verbringen.
Weil sie dabei nicht in Rührseligkeit versinkt, sondern sehr unterhaltsam Freud und Leid schildert ist "Muttergefühle. Gesamtausgabe" eine wahnsinnig entspannende Sache für frische Mamas. Man macht das ja zum ersten Mal und da ist es beruhigend zu lesen, dass niemand einen Masterplan hat und jeden die ein oder andere Situation zum Lachen oder Weinen bringt.

Natürlich muss so ein Buch nicht jeder lesen.
Aber als Geschenk zur Geburt (des ersten Kindes) kann ich nur eine Kaufempfehlung aussprechen!
8 Punkte

It Felt Like a Kiss - Sarra Manning

G
It Felt Like Ae Kiss habe ich seit es im Januar 2014 erschienen ist auf dem Kindle gehabt und es mir für schlechte Zeiten aufgehoben. "Schlechte Zeiten" kann zwar bedeuten, dass es mir wirklich nicht gut geht und ich Eskapismus in eine garantiert angenehme Lesewelt brauche es kann aber auch einfach nur wie in diesem Fall bedeuten, dass ich mich nicht so richtig aufraffen kann zum Lesen und eine Dosis Manning brauche um wieder in Schwung zu kommen. Ich habe immer mindestens ein ungelesenes Buch von Sarra Manning greifbar und gehe sparsam mit meinem Vorrat um. Die Frau kann schließlich nicht schneller schreiben als ich lesen. Ich meine wenn ich alle Manning-Bücher am Stück lesen würde, dann müsste ich ja ohne Notfallration warten ob und wann das nächste Buch erscheint. Das darf nicht passieren.

Ich habe mir also "It Felt Like a Kiss" gegönnt und es hat wieder alles funktioniert wie gehabt, auch wenn Ellie Cohen eine etwas andere Heldin ist, als die bisherigen Hauptcharaktere.
Ellie ist die normalste und am wenigsten kaputte Heldin (die ich kenne) von Sarra Manning.
Ellie ist 26, hat ihren Traumjob bei einem erfolgreichen Kunsthändler (ein Wiedersehen mit Vaughn aus Unsticky!!!), lebt mit ihren beiden besten Freundinnen in einer WG und hat eine liebevolle Familie. Da ist zwar ein wenig Ballast in Form eines geheimen leiblichen Vaters, der sich nach ihrer Geburt aus dem Staub und als Rockstar Karriere gemacht hat, doch Ellie hat daran keinen großen psychischen Schaden genommen.
Ellie ist einfach ein nettes Mädchen, das in jedem etwas Gutes sieht.
Bis ihr aktueller Freund sie nach dem Beziehungsende an die Boulevardpresse verkauft und verrät.

Die Hölle bricht los. Ellie wird in der Klatschpresse verleumdet, bloßgestellt, in alle Einzelteile zerlegt und den Massen in einer Soße aus Lügen verfüttert. Und plötzlich schickt der Vater, der ihre Existenz immer ignoriert hat einen Anwalt, der das Mediendrama und Ellie unter Kontrolle bringen soll. Der Anwalt hält Ellie für eine falsche, geldgeile Medienhure. Sie hält ihn für einen (leider attraktiven) kalten, falschen.. naja Anwalt eben. Und natürlich irren sich beide. 

It Felt Like a Kiss ist (wie sollte es anders sein) grandiose Unterhaltung mit liebenswerten Figuren, Humor und Sex. Es ist aber auch (wie immer) ein Roman mit echter Tiefe und (in diesem Fall) einer gehörigen Portion Medienkritik.

Und ich bete es wieder herunter, dass ich Sarra Manning liebe und dass sie in meinen Augen ja eh nichts falsch machen kann, wenn sie mich doch schon mit so absoluten Nebensächlichkeiten wie dem "pre-cleaner tidy-up" (der wöchentlichen Verabredung der Mitbewohnerinnen zum Aufräumen bevor die Putzfrau kommt) so unterhalten kann.

Lesen! 9 Punkte!


Silber. Das dritte Buch der Träume - Kerstin Gier

Vor gefühlten hundert Jahren habe ich Teil 1 der Trilogie hier besprochen und mit 6 Punkten bewertet.
Teil 2 fand ich mit 8 Punkten wesentlich besser. Aber aller Weisheit Schluss ist eben erst mit dem Ende einer Reihe zu finden.
Ich könnte einfach nichts über die Handlung von Silber Band 3 sagen. Sondern nur, wie ich es fand.
So mittelgut.7 Punkte. Oder 6,5 aufgerundet.
Wem das reicht: Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal!
Wer es schon gelesen hat, oder sich spoilern lassen will, der lese weiter.

Ein Paar Gedanken zum Abschluss von Silber.

Die Romantik:
Wie war das denn bei der Edelstein Trilogie? Hatte ich Gideon toll gefunden? Oder war er eigentlich immer hinter Gwens Spritzigkeit verblasst?
Ich hatte bei Silber einfach immer meine Probleme mit Henry. Henry war zwielichtig und hätte sich in meinen Augen als ein echter Fiesling herausstellen können. Ich unterstelle Frau Gier, dass sie mit diesem Gedanken zeitweilig gespielt hat. Dann hat sie aber nichts draus gemacht.
Es ist ja auch eher positiv, dass dem Trend zu Dreiecksgeschichten nicht nachgegangen wurde. Und eine sympathische männliche Figur einzuführen, die aber kein romantisches Interesse bei der Hauptfigur hervorruft oder für sie entwickelt, das ist auch weg vom Cliche und gut so.
Aber warum hätte ich mir dann gewünscht, dass Grayson den Part übernimmt, in dem Henry meiner Meinung nach so versagt hat? Gott, Henry war einfach nur undurchsichtig. Das ist am Anfang vielleicht spannend, aber irgendwann will man doch wissen wie der Kerl tickt. Aber er tickt einfach gar nicht. Für mich zumindest nicht.

Die Tiefe der Figuren:
Die einzigen Figuren die man tatsächlich als Charaktere bezeichnen kann sind für mich Liv, Mia und Grayson. Selbst Lottie ist im dritten Teil verblasst. Andere Charaktere, Jasper z.B. sind sogar völlig in der Bedeutungslosigkeit verloren gegangen.
Was mich besonders gestört hat ist, dass Liv keine richtigen Freunde hat. Ok, sie ist relativ neu an der Schule. Und möglicherweise würde man den Traum-Wahnsinn wirklich niemandem erzählen. Aber diese "Freundschaft" mit Persephone ist nun doch sehr oberflächlich.
Anabel hätte wahnsinnig interessant sein können. Mit der Vergangenheit. Und sie hat sich ja dann auch auf die Seite der Guten geschlagen. Das als vermeintliches Überraschungsmoment hätte man sich wegen mir gerne sparen können und sie lieber etwas mehr beleuchtet. 

Die Logik:
Das Ende fand ich eigentlich ganz gut. Mia zum Schluß noch eine entscheidende Rolle zu geben fand ich nur gerecht, da sie ansonsten ja auch ziemlich kurz kam.
Auch die Lösung Arthur im leeren Traum einer Toten "einzusperren" um ihn von seinen Traum-Machenschaften abzuhalten war eine tolle Idee.
Aber im Ernst. So psychotisch, wie Arthur sich zuletzt verhalten hat, würde er mit Sicherheit einen Weg finden auch im Wachzustand Rache an Liv und seinen ehemals besten Freunden zu nehmen. Bzw. mit allen Mitteln an einen Ausweg aus seinem Traumgefängnis zu kommen. Er hat Geld, ist intelligent, hat keine Skrupel und hasst die Traumbrigade inklusive Anabel. Einen schlimmeren Feind kann man nicht haben und das bleibt einfach außer Acht. Etwas schwach...

Der Stil:
Ich weiß auch nicht. Es hat sich nichts an Frau Giers Schreibstil geändert. Und den mag ich auch nach wie vor. Mit ein bißchen mehr Tiefe wäre der Stil ein echtes Vergnügen. Silber war mir aber im Endeffekt einfach zu flach.


Alles in Allem ist Silber eine nette Jugendbuchreihe, die aber vom Unterhaltungswert leider weit hinter der Edelsteintrilogie zurück bleibt. 




Endgame - James Frey

Es ist ca. eineinhalb Jahre her, dass ich Endgame gelesen habe. Ich kann mich deshalb nicht mehr an Einzelheiten erinnern, aber wohl daran, wie zäh es mit dem Lesen voran ging.
Wie der Untertitel schon sagt geht es um Auserwählte aus verschiedenen uralten Völkern, die in einem Kampf gegeneinder versuchen ihr jeweiliges Volk vor dem Weltuntergang zu retten. "Moderiert" wird dieser Kampf von Ausserirdischen.
Naja. Wer hier noch nicht ausgestiegen ist könnte spannende Unterhaltung in Endgame finden.
Etwas sehr brutal und blutig, aber schnell und einfach erzählt.
Was es mir verleidet hat, war nicht mal, dass die meisten der vielen Personen in mir keine Emotionen auslösen konnten, sondern der vollkommene Mangel an Humor.


Im Oktober erscheint Band 3, damit soll die Geschichte abgeschlossen sein.
Band 1 (und soweit ich das mitbekommen hab auch die weiteren Bücher) enthalten ein Krypto-Rätsel für dessen Lösung ein Gewinn von 500000$ aussteht. Ausstand, Rätsel eins wurde im Herbst 2015 gelöst. Ich habe mich mit dem Rätsel nicht befasst. Die komischen Bilder im Buch, irgendwelche Koordinaten... Ich hätte gar nicht gewusst wie ich auch nur anfangen sollte daraus schlau zu werden.

Viel Action, Gewalt und Tod, wenig Gefühl, ein klein bißchen Sex, alles rasant erzählt - aber völlig ohne Humor ist das halt einfach... meh. 5 Punkte.

Dein eines, wildes, kostbares Leben - Jessi Kirby

"Sag mir, was hast du vor mit deinem einen, wilden, kostbaren Leben?"
Parker Frost, 17 Jahre alt, steht kurz davor ein Stipendium für ein Medizinstudium zu erhalten, als ihr diese Frage in die Quere kommt.
Mr. Kinney, der Englischlehrer, dem Parker assistiert stellt sie jedes Jahr seiner Abschlussklasse und damit indirekt auch Parker. Ein Notizbuch sollen die Schüler mit der Antwort füllen.
Auch vor zehn Jahren hat er diese Frage schon gestellt, damals unter anderem an Julianna Farnetti. Julianna, die zusammen mit ihrem Freund Shane Cruz direkt nach dem Abschluss tödlich verunglückte. Das perfekte Paar mit der glänzenden Zukunft, das noch immer von der ganzen Stadt verehrt und betrauert wird.
Parker bekommt eine Chance hinter das öffentliche Bild zu sehen, als sie für Mr. Kinney die Notizbücher zum 10. Jubiläum an die Absolventen zurückschicken soll und dabei Juliannas Buch findet. Ganz gegen ihre Gewohnheit und Erziehung folgt sie dem Impuls das Tagebuch über die letzten Wochen in Juliannas Leben zu lesen.

Auf was sie stößt entspricht nicht ihren Erwartungen, und sie beginnt auch ihr eigenes Leben mit anderen Augen zu betrachten.

"Dein eines, wildes, kostbares Leben" hätte mich mit Cover und Verlag nicht angesprochen. Es wurde aber auf einer Kinderbuchtagung vorgestellt und empfohlen und der Inhalt klang dann doch interessant.
Es war wunderbar zu lesen, wie es ist, wenn man beginnt sich sein Leben tatsächlich zu eigen zu machen. Dieses Lebensgefühl, die Momente schieren Blödsinns, die mehr bedeuten und stärker prägen, als so mache wohlüberlegte, wichtige Unternehmung.
Zudem war es spannend langsam einen Teil der "anderen" Wahrheit über Julianna und Shane zu erfahren.
Das Thema und die vielen Zitate hätten einen pathetischen Roman ergeben können. Glücklicherweise war das nicht der Fall. Er ist gefühlvoll und zelebriert die Idee der großen Liebe, der Freundschaft und der Freiheit wie es sich für ein Jugendbuch gehört. Aber es umschifft sorgfältig den Kitsch und hält eine sehr sichere Balance zwischen realistisch und idealistisch.

An einem Tag begonnen und beendet, das ist trotzt Urlaub nicht selbstverständlich: 7 Punkte.



The worst girlfriend in the world - Sarra Manning

Es war mal wieder so weit: Wenn nichts mich mitreißt und ich mich zum Lesen einfach nicht aufraffen kann, dann ist es Zeit für Sarra Manning.
"The worst girlfriend in the world" ist ihr neuestes Jugendbuch, im Mai erschienen und für genau so eine Situation von mir aufgespart. Ein deutscher Erscheinungstermin ist noch nicht bekannt, ich werde mal bei bloomoon nachfragen, die sich ja vielleicht zuständig fühlen könnten, da sie schon "Adorkable" veröffentlicht haben.

Franny hält loyal zu ihrer besten Freundin Alice, obwohl diese durch ihren Verschleiß an Verehrern nicht ganz ungerechtfertigt den Ruf hat "the worst girlfriend in the world" zu sein. Und da Alice durch ihre kokette Art auch schon einige Beziehungen mehr oder weniger zum Spaß zerstört hat, ist sie nicht nur bei ihren Verflossenen unbeliebt, sondern auch bei allen Mädchen im heimischen englischen Küstenkaff.
Franny stört das nicht besonders, auch wenn sie hinter ihrer Freundin fast ein Schattendasein führt. Besonders was männliche Aufmerksamkeit betrifft zieht Franny immer den Kürzeren. Sie projiziert deshalb alle ihre Teenager-Sehnsüchte auf Louis, den scheinbar unerreichbaren Sänger der leider grottenschlechten aber auch einzigen Rockband des Örtchens.
Die Freundschaft mit Alice wird auf eine harte Probe gestellt, als diese auf jeden Freundschaftskodex pfeift und sich Louis als neues Ziel ihrer Verführungskünste aussucht.

Wie immer schafft Sarra Manning dieses relativ platte Szenario zu einer komplexen Geschichte mit glaubwürdigen Charakteren zu machen. Dabei geht sie auch wieder schwierigen Themen nicht aus dem Weg. Es geht nicht nur um Schwärmerei, es geht nicht einmal nur um Mädchenfreundschaften und Zickereien. Es geht um ein rundes Mädchenleben. Mit Familienproblemen, Zukunftsträumen, alten Wunden, Verrat, Vergebung, Liebe und ganz viel Freundschaft. Und einmal mehr um eine großartige, liebenwerte Hauptfigur, die man mit Freude durch das Buch begleitet.

Im Vergleich zu "Adorkable" ist "The worst girlfriend in the world" eher gemäßigt was die Sexualität der Figuren angeht. Es ist frech, aber nicht so schamlos wie Adorkable. Es ist also ohne an Unterhaltungswert zu verlieren wirklich vorbehaltlos auch etwas prüderen Menschen zu empfehlen - ob nun für sie selbst, oder zum Verschenken an Teenager.

Würde Sarra Manning von mir noch Punkte bekommen, wären es natürlich wieder 9. Aber das zählt ja nicht, weil ich befangen bin...



Verwöhn dein Baby nach Herzenslust - Julia Dibbern

Als sich unser Beltz-Vertreter beim letzten Besuch von mir mit den Worten "Wir sehen uns dann im Januar" verabschieden wollte, teilte ich ihm mit, dass ich dann bereits im Mutterschutz bin.
Daraufhin durfte ich mir aus dem Ratgeberprogramm des Verlags einen aussuchen, den er mir netterweise schenken wollte.
Ich habe mich für "Verwöhn dein Baby nach Herzenslust" entschieden, weil es mir angenehm entspannt erschien und keinen Anspruch darauf erhebt die einzig wahre Wahrheit zu beinhalten.

Die Themen, von der Autorin als "Bausteine" bezeichnet handeln alle davon, wie sich Baby und Eltern am wohlsten fühlen und sind unter folgende Überschriften gegliedert:

Nähe: Der wichtigste Punkt und der einzige, der laut Autorin unverzichtbar ist, die Bindung zwischen Kind und Eltern(teil) und wie sie von Anfang an gefördert werden kann.
Verwöhnen vor der Geburt: Das Leben der Mutter während der Schwangerschaft, das "Postkarten von draußen" an das Baby bedeutet.
Geborgen geboren: Der Einfluss, den die Geburt auf die Entwicklung des Kindes haben kann.
Gute warme Milch: Stillen.
Schlafen: Von Familienbett bis Durchschlafen.
Baby in Bewegung: Tragetuch und Kinderwagen.
Luft am Po: Plastikwindel, Stoffwindel oder Windelfrei.
Trösten und Zuhören: Mit Schreibabys leben.
Zusatzeltern: Kinderbetreuung außerhalb des Elternhauses.

Dass das Buch nur für Menschen mit sich ankündigendem Nachwuchs interessant ist versteht sich von selbst.

Julia Dibbern erzählt vorallem von ihren eigenen Erfahrungen in der Schwangerschaft und Babyzeit ihres Sohnes. Sie unterlegt diese aber auch mit verschiedenen Studienergebnissen und medizinischen Fakten, weshalb es nicht überholt wirkt, was sie mehr als 10 Jahre nach dieser Zeit schreibt.
Dabei geht es nie wirklich darum genau vorzugeben, wie das alles geht, mit dem Kinder groß und glücklich kriegen. Sondern hauptsächlich um Anregungen sich selbst zu vertrauen und sich auf die Bedürfnisse seines Kindes einzugehen.
Genau danach hatte ich gesucht.
Auch wenn einige angeschnittene Themen bei vielen Lesern esoterische Assoziationen wecken mögen, ich habe viel Bestätigung gefunden.
Nicht so sehr darin alles genau so zu machen, wie es die Autorin gemacht hat, oder empfiehlt. Aber darin offen zu sein und gängige Vorgehensweisen nicht als unumstößliche Regel zu übernehmen, sondern mir selbst Gedanken zu machen, was ich für sinnvoll halte und was eher nicht.

Die Tendenz des Buches ist eher alternativ. Oder das, was ich als Mensch ohne Babyerfahrung und deshalb mit den üblichen Klischees belastet für alternativ hielt.
Aber Alternativen zu kennen ist meiner Meinung nach immer gut. Ob man sie nutzt steht auf einem ganz anderen Blatt.
Wer schon von vornherein weiß, dass er einfach alles so machen will, wie es alle um ihn herum seit Jahren machen, der kann sich das Buch sparen.
Einige mögen auch sagen "Dafür, dass mir jemand sagt, dass ich auf mein Gefühl und mein Baby hören soll, brauche ich kein Buch kaufen." 
Das ist absolut legitim.

Ich fand es sehr interessant, bisweilen erhellend und zu keinem Zeitpunkt belehrend.
Außerdem möchte ich erwähnen, dass es das erste Buch seit langem und das erste Sachbuch überhaupt ist, das ich an zwei aufeinanderfolgenden Nachmittagen, also fast in einem Rutsch weggelesen habe. 8 Punkte.